Kaufberatung: So wählen und installieren Sie einen GPS-Tracker in Ihrem Auto
Ein GPS-Tracker zeigt dir jederzeit direkt auf deinem Smartphone, wo sich dein Auto befindet. Er gehört zu den nützlichsten Diebstahlschutzsystemen, denn mit ihm kannst du dein Auto wiederfinden, falls es gestohlen wird. Er ist aber auch für andere Zwecke hilfreich: um zu wissen, wo du geparkt hast, ein Firmenfahrzeug zu überwachen oder beruhigt zu sein, wenn ein anderes Familienmitglied das Auto fährt.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Arten von GPS-Trackern es gibt, was sie für den Betrieb benötigen, auf welche Funktionen es ankommt und wie du sie richtig installierst!
Schritt 1: Wähle den Typ passend zur Montage
Die Montageart bestimmt, wie einfach sich der Tracker anbringen lässt, wie gut er verborgen bleibt und wie oft du dich um ihn kümmern musst.
An der OBD-Buchse (Plug & Play)
Wird an die Diagnosebuchse des Autos angeschlossen, die sich meist unter dem Lenkrad befindet, und bezieht von dort Strom.
Vorteile: In wenigen Sekunden montiert, ohne Kabel und ohne Aufladen.
Nachteile: Die OBD-Buchse ist der erste Ort, den ein professioneller Autodieb überprüft. Daher lässt sich der Tracker leicht finden und entfernen.
Verdeckte, feste Montage mit Kabeln
Wird direkt an die Fahrzeugelektrik angeschlossen und hinter dem Armaturenbrett oder einer Verkleidung verborgen.
Vorteile: Die beste Wahl zum Schutz vor Diebstahl. Der Tracker ist nicht sichtbar, muss nicht aufgeladen werden und viele Modelle bieten zusätzliche Funktionen, etwa eine Benachrichtigung beim Starten des Motors oder eine Fernabschaltung des Motors.
Nachteile: Für die Montage sind Fachkenntnisse oder die Hilfe eines Kfz-Elektrikers erforderlich.
Tragbar, mit eigenem Akku
Eigenständige Tracker, häufig mit Magnet, die du beliebig im oder unter dem Auto anbringen kannst.
Vorteile: Montage ohne Kabel und einfacher Wechsel von einem Fahrzeug zum anderen.
Nachteile: Sie müssen aufgeladen werden. Je nachdem, wie oft sie ihren Standort übermitteln, hält der Akku wenige Tage bis mehrere Monate.
Wenn du auch ein Motorrad hast, sieh dir die Tracker an, die für Motorräder geeignet sind. Sie sind kleiner und widerstehen Regen und Erschütterungen.
Schritt 2: Verstehe, was für den Betrieb erforderlich ist (SIM-Karte und Abonnement)
Der Tracker ermittelt seinen Standort per GPS. Damit er ihn an dein Handy senden kann, benötigt er jedoch eine Verbindung zum Mobilfunknetz. Deshalb haben die meisten Geräte eine SIM-Karte. Es gibt vier Möglichkeiten:
- SIM-Karte erforderlich, kein Abonnement: Du legst deine eigene SIM-Karte mit einem kleinen Datenvolumen ein und zahlst nichts weiter an den Hersteller.
- SIM-Karte enthalten, kein Abonnement: Die einfachste Lösung, denn das Gerät funktioniert direkt nach dem Auspacken.
- SIM-Karte enthalten, Abonnement erforderlich: Du zahlst monatliche oder jährliche Gebühren, erhältst dafür aber in der Regel eine umfassendere App und besseren Support.
- SIM-Karte erforderlich, keine App: Die Bedienung erfolgt per SMS. Du sendest eine Nachricht an den Tracker und erhältst als Antwort einen Link zur Position auf der Karte. Das ist kostengünstig, aber weniger benutzerfreundlich.
Das solltest du beachten: Berücksichtige auch die Kosten für die SIM-Karte oder das Abonnement und nicht nur den Gerätepreis. Bevorzuge Modelle mit 4G, da ältere Mobilfunknetze nach und nach abgeschaltet werden.
Schritt 3: Diese Funktionen lohnen sich
- Echtzeit-Ortung: Achte darauf, wie häufig der Standort aktualisiert wird, zum Beispiel alle 10 Sekunden oder alle 5 Minuten.
- Geofence (virtueller Zaun): Lege einen Bereich auf der Karte fest und erhalte eine Benachrichtigung, sobald das Auto diesen verlässt.
- Benachrichtigungen: wenn der Motor gestartet wird, sich das Auto bewegt oder eine Geschwindigkeitsgrenze überschreitet.
- Fahrtenverlauf: nützlich für Firmenfahrzeuge oder um dich daran zu erinnern, wo du unterwegs warst.
- Notstromakku (bei fest installierten Trackern): Wird die Stromversorgung unterbrochen, sendet der Tracker noch eine Weile seinen Standort.
- Motor aus der Ferne abschalten: Bei einigen fest installierten Modellen ist dies über ein Relais möglich. Nutze diese Funktion aus Sicherheitsgründen nur, wenn das Auto steht oder sich sehr langsam bewegt.
Schritt 4: So montierst du den GPS-Tracker
OBD-Tracker
- Finde den OBD-Anschluss. Er befindet sich normalerweise unter dem Lenkrad auf Kniehöhe. Falls du ihn nicht findest, wirf einen Blick in die Bedienungsanleitung.
- Stecke den Tracker ein und starte den Motor.
- Folge den Anweisungen in der App, um die Verbindung herzustellen.
Wenn der Tracker nicht sichtbar sein soll, gibt es OBD-Verlängerungskabel, mit denen du ihn weiter hinten im Armaturenbrett verstecken kannst.
Fest installierter Tracker mit Kabeln
Wenn du keine Erfahrung mit der Fahrzeugelektrik hast, überlasse den Einbau einer Fachkraft. Die Arbeit dauert nicht lange. Das Wichtigste:
- Drei Kabel: normalerweise eines für Dauerstrom, eines für den Strom, der mit der Zündung eingeschaltet wird (ACC), und eines für die Masse. Der Anschluss muss gemäß den Vorgaben des Herstellers abgesichert werden.
- Position: hinter dem Armaturenbrett, unter einer Verkleidung oder an einer unsichtbaren Stelle, mit der GPS-Antennenseite nach oben.
- Nicht unter Metall: Metall behindert das GPS-Signal. Kunststoff, Stoff und Glas nicht.
- Stromverbrauch: Fest installierte Tracker verbrauchen nur sehr wenig Strom. Wenn das Auto jedoch wochenlang stillsteht, aktiviere den Energiesparmodus (Sleep-Modus), damit sich die Batterie nicht entlädt.
Tragbarer Tracker mit Akku
- Lade ihn vollständig auf, bevor du ihn montierst.
- Wähle eine Stelle, über der sich möglichst wenig Metall befindet: unter einem Sitz, in einem Türfach oder im Kofferraum unter der Verkleidung.
- Wenn er einen Magneten hat und du ihn außen unter dem Auto anbringst, verwende eine wasserdichte Hülle und wähle eine Stelle weit entfernt vom Auspuff.
- Stelle das Intervall für die Standortübermittlung ein: Je größer die Abstände, desto länger hält der Akku.
SIM-Karte einrichten
- Verwende eine SIM-Karte mit Datentarif. Der Datenverbrauch ist normalerweise sehr gering.
- Deaktiviere die PIN-Abfrage der SIM-Karte, bevor du sie in den Tracker einlegst. Lege sie dafür zuerst in ein Mobiltelefon ein.
- Nimm die Ersteinrichtung vor, zum Beispiel die APN-Einstellungen deines Mobilfunkanbieters. Diese kannst du über die App oder per SMS vornehmen, wie in der Anleitung des Trackers beschrieben.
Achtung: Nutzung unter Wahrung der Privatsphäre
Ein GPS-Tracker ist ein Hilfsmittel für dein eigenes Fahrzeug. Ihn in einem Fahrzeug anzubringen, das dir nicht gehört, oder eine andere Person ohne deren Wissen zu überwachen, verletzt ihre Privatsphäre und ist illegal. Wenn du Tracker in Firmenfahrzeugen verwendest, müssen die Fahrer darüber informiert sein.
Skroutz-Tipp
- Teste den Tracker, bevor du ihn versteckst. Vergewissere dich, dass er den Standort und die Benachrichtigungen korrekt übermittelt, und schließe dann die Verkleidungen.
- Überprüfe regelmäßig das Guthaben oder die Gültigkeit der SIM-Karte. Wird die SIM-Karte deaktiviert, sendet der Tracker einfach nicht mehr.
- Verlasse dich nicht allein auf den OBD-Tracker zum Diebstahlschutz. Wenn Sicherheit dein Hauptziel ist, ist ein dauerhaft installierter, versteckter Tracker zuverlässiger.
- Versuche nicht, das Auto selbst zurückzuholen, wenn es gestohlen wird. Gib den Standort an die Polizei weiter.
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