
Dimitris P. Papaditsas
Δ.Π. Παπαδίτσας (1922-1987). Dimitris Papaditsas wurde auf Samos geboren. Sein Vater war Militärangehöriger. Er studierte Medizin an der Universität Athen, wo er 1958 zum Doktor promoviert wurde. Seine Studien setzte er in München fort, wo er sich auf Orthopädie spezialisierte. Er arbeitete als Arzt an vielen Orten in Griechenland. 1976 ließ er sich in Athen nieder und arbeitete in einer Einrichtung für Behinderte. Er war Mitbegründer der Zeitschrift "Πρώτη Ύλη" (1958-1959) zusammen mit E. H. Gonatas und arbeitete mit den Literaturzeitschriften "Νεανική Φωνή", "Νέα Εστία", "Ο Στόχος", "Ευθύνη" u.a. zusammen. Seinen ersten offiziellen Auftritt in der Literaturszene hatte er 1943 mit der Gedichtsammlung "Το φρέαρ με τις φόρμιγγες". In seinen frühen poetischen Schritten versuchte Papaditsas, seine Besorgnis über eine Umgestaltung der Welt durch unkonventionelle sprachliche und thematische Entscheidungen auszudrücken, beeinflusst vom Surrealismus und der vorsokratischen Philosophie des antiken Griechenlands. Auf seinem Weg zur Reife strebte er danach, die Kluft zwischen der irdischen Realität und dem poetischen Universum durch eine visionäre Sprache und unter dem Einfluss der Romantik von Hoelderlin zu überbrücken. Zu seinen Gedichtsammlungen gehören die Gesamtausgabe "Ποίηση Ι" (Erster Staatspreis für Dichtung, 1963), "Δυοειδής λόγος" (Erster Staatspreis für Dichtung, 1980), "Ασώματη" (Preis der Akademie von Athen, 1983) und die Gesamtausgabe "Ποίηση" (1997), herausgegeben von K.E. Tsiropoulos. Neben der Dichtung beschäftigte er sich mit literarischen Übersetzungen, darunter die Sammlung "Traumkraut" von Ivan Goll, unter dem Titel "Ονειροχλόη" (1954, 2002) und in Zusammenarbeit mit Eleni Ladia die "Orphischen Hymnen" (1984), die "Homerischen Hymnen" (1985) und die homerische "Nekyia" (2004). Seine Gedichte wurden ins Englische, Französische, Italienische, Flämische, Ungarische, Polnische und Russische übersetzt. Für weitere biografische Details zu Dimitris Papaditsas siehe Alexandros Argyriou, "Dimitris Papaditsas", in "Η ελληνική ποίηση· η πρώτη μεταπολεμική γενιά", S. 104-105, Athen, Sokolis, 1982, Stelios Geranis, "Παπαδίτσας Δ.", in "Μεγάλη Εγκυκλοπαίδεια της Νεοελληνικής Λογοτεχνίας", Bd. 11, Athen, Chari Patsi, o.J., Alexis Ziras, "Παπαδίτσας Δημήτρης", in "Παγκόσμιο Βιογραφικό Λεξικό", Bd. 8, Athen, Ekdotiki Athinon, 1988 und Alexis Ziras, "Παπαδίτσας Δημήτρης", in "Λεξικό Νεοελληνικής Λογοτεχνίας", Athen, Patakis Verlag, 2007, S. 1703-1704.
(Quelle: Archiv der griechischen Schriftsteller, E.KE.BI.)