
Hans-Magnus Enzensberger
Hans Magnus Enzensberger wurde am 11. November 1929 in Kaufbeuren/Allgäu, Bayern, geboren und wuchs in Nürnberg auf. Er studierte Literatur, Philosophie und Linguistik an den Universitäten Freiburg, Hamburg und Paris (Sorbonne). Hans Magnus Enzensberger, einer der renommiertesten Autoren, Essayisten und Dichter des modernen Deutschlands, arbeitete als Redakteur beim Stuttgarter Rundfunk, als Verlagslektor, Gastprofessor an der Universität Frankfurt und der Wesleyan University in Connecticut. Er gründete und leitete die Zeitschriften "Kursbuch" (1965) und "TransAtlantik" (1980). Seit 1979 lebt er in München, und seit 1985 ist er Herausgeber der Reihe "Die Andere Bibliothek" beim Eichborn Verlag in Frankfurt. In den 1950er und 1960er Jahren war er der charismatischste Vertreter des Aufbegehrens gegen das Bürgertum und die Heuchelei im Nachkriegsdeutschland. Im Laufe der Jahre ließ die Leidenschaft seiner Reaktion nach und machte einer ironischen und philosophischen Betrachtung der Dinge Platz. In Enzensbergers Person und Büchern lässt sich der Aufstieg und Fall der linken Utopie nachvollziehen. Er hat zahlreiche Auszeichnungen für sein Werk erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis, die renommierteste literarische Auszeichnung in Deutschland.
(Foto: Isolde Ohlbaum)