
William Somerset Maugham
William Somerset Maugham (1874-1965), ein englischer Autor, war einer der beliebtesten und bestbezahlten Schriftsteller der 1930er Jahre. Er erzielte großen Erfolg mit seinen Theaterstücken und wurde für seine Kurzgeschichten berühmt. Geboren in Paris, verlor er im Alter von zehn Jahren seine Eltern und wurde von einem emotional distanzierten Onkel aufgezogen. Der kommerzielle Erfolg seines ersten Romans, "Liza of Lambeth", der 1897 veröffentlicht wurde, veranlasste ihn, sich ganz dem Schreiben zu widmen.
Während des Ersten Weltkriegs diente er im Roten Kreuz und später im britischen Geheimdienst. Er reiste viel, unter anderem nach Indien und Südostasien. Seine Reisen bereicherten seine Kurzgeschichten und Romane sowie seine rein reisebezogenen Werke.
Zu seinen bedeutendsten Romanen zählen "Of Human Bondage" (1945), "The Moon and Sixpence" (1919) und "The Razor's Edge" (1945). Seine Kurzgeschichten, insbesondere jene, die das Leben westlicher, hauptsächlich britischer Kolonisten im Fernen Osten schildern, stechen hervor. "Rain", "Footprints in the Jungle" und "The Outstation" gehören zu den besten ihrer Art und drücken die emotionale Last ihrer Charaktere aufgrund ihrer Isolation aus.
Maugham schrieb in einer Zeit, als die modernistische Literatur von William Faulkner, Thomas Mann, James Joyce und Virginia Woolf an Boden gewann und Anhänger fand. Aus diesem Grund wurde er für seinen geradlinigen Prosa-Stil kritisiert. Dennoch macht die weitreichende Anziehungskraft seiner Werke ihn zu einer charismatischen Figur, und laut The Times war er der "einzige Schriftsteller seiner Generation, der der englischen Literatur Anerkennung und Brillanz verlieh." Er verstarb 1965 in Nizza, Südfrankreich.