
Viktoria THeodorou
Victoria Theodorou wurde 1926 in Chania, Kreta, als Tochter eines reisenden Ikonenmalers aus Serbien geboren. Der frühe Tod ihres Vaters – als sie gerade acht Jahre alt war – und die Armut ihrer Mutter aus Chania zwangen sie dazu, in einem Waisenhaus in Heraklion aufzuwachsen. Im Alter von fünfzehn Jahren unterbrach sie ihre Studien, um sich dem Nationalen Widerstand anzuschließen. Nach der Befreiung (1944) zog sie nach Athen, schloss die Schule ab und schrieb sich an der Philosophischen Fakultät (Abteilung Philologie) ein. Im Mai 1948 begann für Victoria Theodorou ein Zyklus von Inhaftierungen und Exil (Chios, Trikeri, Makronisos), bis sie 1952 als verbannte Bewährungshelferin nach Athen zurückkehrte. Ihr literarisches Debüt gab sie in der Zeitschrift "Art Review".
Ihr erstes Buch wurde 1957 veröffentlicht. Seitdem hat sie sich der Poesie gewidmet, aber vor allem mit vielen Zeitschriften zusammengearbeitet. Sie veröffentlichte Gedichtsammlungen wie "Gedichte", "Lobpreis", "Schwelle und Fenster", "Nördlicher Vorort", "Das Lagouto", "Der Ausflug", "Urania", "Arischer Schlaf", "Das Nocturne der Grenzen", "Sanftheit", "Chronik", "Begünstigte"; Prosawerke "Frauenlager" und "Vertriebene Frauen in den Bürgerkriegslagern"; die Erzählung "Traiko"; die Novelle "Hochzeitsgeschenk"; und den Roman "Die jungen Damen der Lampsakou-Straße". Sie übersetzte Gedichte und Prosa aus dem Französischen und den slawischen Sprachen. Ein Teil ihres Werkes bleibt unveröffentlicht, wobei Thanos Foskarinis ihr Archiv betreut. Weitere Informationen finden Sie bei Angela Kastrinaki, "Victoria Theodorou, Ein Haus am Meer: Zwischen Freiheit und Verpflichtung", und anderen Texten in der Zeitschrift "Mandragoras", die der Dichterin gewidmet ist.
Sie verstarb am 16. Februar 2019.