
Fragiski Ampatzopoulou
Fragkiski Abatzopoulou wurde 1944 in Athen geboren. Sie studierte Geschichte, Archäologie und Philologie in Athen und Paris. Sie lehrte im Fachbereich Mittelalterliche und Neugriechische Studien an der Fakultät für Philologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki etwa ein Vierteljahrhundert lang (1986-2012) und ist dort nun emeritierte Professorin. Sie hat die thematischen und methodologischen Aspekte der neugriechischen philologischen Studien belebt. Laut einer Ankündigung der Philosophischen Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki (18.09.2019) zeichnet sich ihre Arbeit durch Scharfsinn, kritische Sensibilität und einen kombinatorischen Ansatz aus (unter Einbeziehung von Geschichte, Sozialanthropologie und Psychologie). Ihre Expertise reicht über die neugriechische Philologie hinaus und umfasst Geschichte, lateinische und mittelalterliche Philologie sowie Archäologie. Seit den 1970er Jahren hat sie Gedichtsammlungen veröffentlicht (insbesondere: "Oikos", 1972; "Anastasima", 1973; "Die Wanderungen der Edessaia", 2007), Monographien, Essays und Übersetzungen. Sie hat Studien über den Surrealismus in Griechenland sowie über moderne Poesie und Prosa durchgeführt (insbesondere: "Sie blühten nicht umsonst. Anthologie des Surrealismus", 1980; "Nikos Engonopoulos. Poesie in der Zeit des Rückzugs der hohen Leiter", 1987; "Schreiben und Qual: Fragen der literarischen Darstellung", 2000). Ihr Beitrag zur Erforschung der griechisch-jüdischen Gemeinschaft, insbesondere der Juden von Thessaloniki, ist besonders bedeutend. Sie hat Studien über die Darstellung von Juden in der Literatur veröffentlicht und Holocaust-Zeugnisse bearbeitet und eingeführt (insbesondere: "Der Andere in der Verfolgung. Das Bild des Juden in der Literatur: Fragen der Geschichte und Fiktion", 1998; "Der Holocaust in den Zeugnissen griechischer Juden", 2007, sowie Zeugnisse von Yomtov Yakoel, Erika Kunio-Amarilio, Marcel Nadjari, Isaac Matarasso). Sie hat aktiv zur Verbreitung der neugriechischen Literatur in Russland und der Ukraine beigetragen. Darüber hinaus hat sie an der Übersetzung sowohl literarischer als auch essayistischer Werke gearbeitet (insbesondere: Petrarca, Pico della Mirandola, Foucault, Axelos). Sie wurde mit dem Staatspreis für literarische Übersetzung eines ausländischen Werkes ins Griechische (2000) für die Übersetzung von Augustinus' "Bekenntnisse" aus dem Lateinischen und dem Großen Staatspreis für Literatur für ihr Gesamtwerk (2017, verliehen 2019) ausgezeichnet.