Juan Ramón Jiménez

Juan Ramón Jiménez
Juan Ramón Jiménez wurde am 23. Dezember 1881 in Moguer, in der Provinz Huelva, Andalusien, geboren. Nach seinem Studium in Cádiz schrieb er sich an der Universität von Sevilla ein. Dort verfasste er seine ersten Gedichte unter dem Einfluss der "Romanceros" Góngora, Bécquer sowie der französischen und deutschen Romantiker. Seine ersten Bücher wurden 1900 in Madrid veröffentlicht. Zu dieser Zeit kam er mit Rubén Darío und der neuen literarischen Bewegung "El Modernismo" in Kontakt. Er erkrankte und verbrachte viel Zeit in Südfrankreich und in einer Klinik in Madrid, wo er sich intensiv mit Philosophie und Fremdsprachen beschäftigte. In den Jahren der Einsamkeit, die er in Moguer (1905-1912) verbrachte, schrieb er viele Gedichte. Die nächsten vier Jahre verbrachte er als anerkannter Dichter in Madrid. Er feierte seine Heimat in der Sammlung von Prosagedichten "Platero und ich" (1914). 1916 reiste er zum ersten Mal in die USA, wo er in New York Zenobia Camprubí traf, die er heiratete. Sie wurde seine enge Mitarbeiterin und moralische Stütze für die nächsten 40 Jahre. Seine Reise in die USA inspirierte einen Stilwandel, der zur Schaffung der "Reinen Poesie" führte. 1930 zog er sich nach Sevilla zurück, wo er seine poetische Arbeit fortsetzte. Er arbeitete viele Jahre an seinem Lebenswerk "Obra". 1936, während des Bürgerkriegs, ging er für 20 Jahre ins Exil nach Amerika. 1956 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er verstarb am 29. Mai 1958.



