
Jean Sempé
Sempé wurde am 17. August 1932 in Bordeaux geboren. Nach eher durchschnittlichen Studien stürzte er sich ins Berufsleben. Er arbeitete als Allrounder für einen Weinhändler, als Betreuer in einem Ferienlager und als Bürobote. Mit achtzehn Jahren zog er nach Paris. Er besuchte Redaktionsbüros und verkaufte 1951 seine erste Zeichnung an die Zeitung "Sud Ouest". Seine Bekanntschaft mit Goscinny fiel mit dem Beginn einer glänzenden Karriere als Pressezeichner zusammen. Gemeinsam mit dem kleinen Nick schuf er eine unvergessliche Serie von Kindern, die seither unsere Vorstellungskraft bevölkern. Neben den Abenteuern des jungen Schülers begann er 1956 bei Paris Match zu arbeiten und kollaborierte mit vielen Zeitschriften.
Sein erstes Cartoon-Album wurde 1962 veröffentlicht: "Rien n'est simple". Es folgten etwa dreißig weitere humorvolle Meisterwerke, die seine liebevoll-ironische Sicht auf unsere Schwächen und die Schwächen der Welt, in der wir leben, perfekt zum Ausdruck bringen. Als Schöpfer von Marcelin Caillou, Raoul Taburin und Herrn Lambert hat ihn sein Talent zur Beobachtung in Kombination mit einem wunderbaren Sinn für das Lächerliche zu einem der größten französischen Cartoonisten über vierzig Jahre gemacht.
Neben seinen persönlichen Alben illustrierte er Patrick Modianos "Catherine Certitude" und Patrick Süskinds "Die Geschichte von Herrn Sommer". Sempé ist einer der wenigen französischen Cartoonisten, die Titelbilder für den renommierten "New Yorker" illustrieren, und bringt heute jede Woche Tausende von Lesern des "Paris Match" und des "Figaro Littéraire" zum Lächeln.