Salvador Minuchin

Salvador Minuchin

Salvador Minuchin

Salvador Minuchin wurde 1921 in Argentinien geboren. Als Mitglied einer streng hierarchischen jüdischen Familie verbrachte er seine Kindheit in einem kleinen Dorf und begann im Alter von achtzehn Jahren ein Medizinstudium, um Pädiatrie zu studieren. Nach einem kurzen Einsatz in der israelischen Armee, wo er als Arzt freiwillig tätig war und am Arabisch-Israelischen Krieg von 1948-49 teilnahm, ließ er sich in New York nieder und schloss sein Studium der Kinderpsychiatrie ab. Seine Karriere als Familientherapeut begann in den frühen 1960er Jahren, und er zeichnete sich bald sowohl durch seinen theoretischen Ansatz als auch durch seinen Erfolg als klinischer Therapeut aus. Er formulierte die Strukturelle Familientherapie, eine Theorie, die Probleme innerhalb der Familie angeht, indem sie die Beziehungen ihrer Mitglieder oder Untergruppen darstellt. Diese Diagramme zeigen die Dynamiken und Grenzen zwischen verschiedenen Untergruppen. Der Therapeut zielt darauf ab, dysfunktionale Familienbeziehungen zu stören und die Mitglieder zu ermutigen, gesündere Muster anzunehmen, die zu einer Umstrukturierung der Familie führen. Er war Direktor der Child Guidance Clinic in Philadelphia, USA (1965-1975), wo er spezialisierte Ausbildungsprogramme für die afroamerikanischen und hispanischen Gemeinschaften der Stadt entwickelte. Er war Forschungsprofessor an der New York University School of Medicine und gründete 1981 das Family Studies Institute, eine Organisation, die sich der Ausbildung von Familientherapeuten widmet. Heute lebt Salvador Minuchin mit seiner Frau Patricia in Boston und hat sich aus der aktiven Praxis zurückgezogen. Dennoch bleibt er relevant, da ihn eine Umfrage von 2007 unter 2.600 Psychologen und Therapeuten zu einem der zehn bedeutendsten Therapeuten aller Zeiten ernannte.

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