
Ernst Bloch
Ernst Bloch ist einer der prominentesten radikalen Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts. Zwischen 1905 und 1908 studierte er Philosophie, Physik und deutsche Philologie an der Universität München und der Universität Würzburg. Von 1908 bis 1911 lebte er in Berlin. Seine Freundschaft mit Georg Lukács führte ihn nach Heidelberg. Während des Ersten Weltkriegs emigrierte er in die Schweiz, wo er den Krieg und die offizielle deutsche Politik kritisierte. 1938 emigrierte er in die Vereinigten Staaten, um sich gegen den Nationalsozialismus und Hitlers Nationalsozialismus zu stellen. 1949 kehrte er in die Deutsche Demokratische Republik nach Leipzig zurück und übernahm den Lehrstuhl für Philosophie an der dortigen Universität. 1961 kritisierte er die politische Führung der DDR und emigrierte nach Westdeutschland, wo er Gastprofessor in Tübingen wurde. Er setzte seine schriftstellerische Tätigkeit bis zu seinem Tod in Tübingen fort und konzentrierte sich dabei auf philosophische Themen aus einer kritischen Perspektive.