
Maria Nikolopoulou
Maria Nikolopoulou studierte Philologie an der Universität Athen und erwarb ihren Master- und Doktorgrad in Neugriechischer Literatur an der University of London (King's College). Ihre Dissertation mit dem Titel "Der Diskurs des Zeugnisses in der neugriechischen Prosa, 1924-1994" untersucht, wie literarische Texte historische Erfahrungen transformieren. Sie hat sich mit zahlreichen Texten über den Griechischen Bürgerkrieg und die Kleinasiatische Katastrophe auseinandergesetzt und erforscht, wie diese zur Gestaltung des Gedächtnisses historischer Ereignisse beitragen. Zu ihren theoretischen Interessen zählen die Rezeption, Literatur als Diskursform, die das Gedächtnis prägt, die Interaktion von Diskursgenres im Rahmen des Postmodernismus und die Rolle der Presse in der Ideengeschichte. Ihre Teilnahme am Forschungsprogramm "Die visuelle und literarische Präsenz von Frauen in Literatur- und Kunstzeitschriften 1900-1940" lenkt ihr Interesse auf die Rezeption weiblicher literarischer Produktion und Schriftstellerinnen, die im literarischen Kanon enthalten sind oder daraus ausgeschlossen werden. Sie lehrt Neugriechische und Europäische Literatur im Fachbereich Philologie an der Universität Patras (407/80) und an der Hellenischen Open University (als Mitglied der Lehrbeauftragten).