
Nikos Gatsos
Nikos Gatsos (1911 oder 1914-1992). Nikos Gatsos wurde in Chania Fragkovrysis, Arkadien, geboren. Er absolvierte die Oberschule in Tripolis und zog dann mit seiner Mutter und Schwester nach Athen, wo er am Fachbereich Philologie der Universität studierte. Zwischen 1935-1936 reiste er nach Südfrankreich und Paris. Sein literarisches Debüt gab er 1931 mit der Veröffentlichung des Gedichts "Of Solitude" in der Zeitschrift "Nea Estia", und etwa zur gleichen Zeit schloss er sich dem Kreis der Zeitschrift "Nea Grammata" an, mit der er auch als Literaturkritiker zusammenarbeitete, eine Rolle, die er auf andere Literaturzeitschriften in Athen ausweitete. 1943 veröffentlichte er "Amorgos", eine Gedichtsammlung, die als Meilenstein in der Geschichte der griechischen surrealistischen Poesie gilt und sowohl zeitgenössische als auch spätere Dichter beeinflusste. Nach "Amorgos" veröffentlichte er jedoch nur drei Gedichte in Zeitschriften. In der Nachkriegszeit arbeitete er mit der Zeitschrift "Anglo-Hellenic Review" von K.G. Katsibalis und der Nationalen Rundfunkstiftung zusammen. Er war auch in der Theaterübersetzung tätig (Lorca, Strindberg, O'Neill, Lope de Vega, Tennessee Williams usw.) für Produktionen am Nationaltheater, dem Kunsttheater und anderen Athener Ensembles, und ab den 1950er Jahren arbeitete er als Liedtexter. Seine Texte wurden von Manos Hadjidakis, Mikis Theodorakis, Stavros Xarchakos und anderen griechischen Komponisten vertont. Er wurde mit dem Preis der Stadt Athen für sein Gesamtwerk (1987) ausgezeichnet und zum korrespondierenden Mitglied der Akademie von Barcelona gewählt, in Anerkennung seines Beitrags (durch seine Übersetzungen) zur Förderung der spanischen Literatur (1991). Er verstarb in Athen. 1995 wurde in Istanbul eine türkische Übersetzung seines poetischen Werks von Heracles Millas veröffentlicht. Für weitere biografische Details zu Nikos Gatsos siehe "Gatsos Nikos" im "World Biographical Dictionary", Bd. 3, Athen, Ekdotiki Athinon, 1985, Demosthenes Kourtovik, "Nikos Gatsos", in "Greek Postwar Writers: A Guide", Athen, Patakis, 1995, S. 55-56, Alexis Ziras, "Gatsos Nikos", im "Dictionary of Modern Greek Literature", Athen, Patakis, 2007, S. 403-404, und Filippos Mandilaras-Angeliki Passia, "Nikos Gatsos: Werke", Zeitschrift "Eli-trochos", Ausgabe 11, Winter 1996-1997, S. 8-13.
(Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEBI).