Adamantios Korais

Adamantios Korais

Adamantios Korais

Adamantios Korais (1748-1833). Adamantios Korais wurde in Smyrna geboren, und seine Familie stammte von Chios. Er wuchs in einem intellektuellen Umfeld auf und absolvierte die Evangelische Schule unter der Leitung von Ierotheos Dendrinos. Er konzentrierte sich besonders auf das Erlernen europäischer Sprachen. 1772 reiste er nach Amsterdam, angeblich um in den Geschäften des Kaufmanns Stathis Thomas zu arbeiten, tatsächlich jedoch, um seinen intellektuellen und sozialen Horizont zu erweitern. Zehn Jahre später gelang es ihm trotz anfänglicher Einwände seiner Familie, nach Montpellier, Frankreich, zu gehen, um Medizin zu studieren (das Studium schloss er 1787 mit einem Doktortitel ab). Dort lernte er den Geist der Französischen Aufklärung kennen und widmete sich dem Studium der antiken griechischen und lateinischen Literatur. Die schwierige finanzielle Lage, in der er sich nach dem Tod seiner Eltern ein Jahr später befand, zwang ihn, sich beruflich der Übersetzung zu widmen. Von 1788 bis zu seinem Lebensende lebte er in Paris und erlebte die Französische Revolution hautnah mit, deren Ereignisse sein Denken tief beeinflussten. Als Mitglied der Gesellschaft der Beobachter des Menschen engagierte er sich in pro-französischen Aktivitäten und übersetzte die Erklärung der Menschenrechte sowie andere liberale rechtliche und politische Texte. Sein Interesse an der politischen Situation des neuen griechischen Staates, obwohl aus der Ferne, begleitete ihn bis in seine späteren Jahre, in denen er eine kritische Haltung gegenüber der Regierung von Kapodistrias einnahm. In der Zwischenzeit wurde Korais zu einer zentralen Figur der Neugriechischen Aufklärung, vertiefte sich in philologische und linguistische Studien und erweiterte sein Netzwerk von Bekanntschaften mit französischen und griechischen Expatriates. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte er allmählich eine Theorie zur modernen griechischen Sprachfrage, bekannt als die "Mittelweg"-Theorie, die zu einem Bezugspunkt wurde und verschiedene Auswirkungen auf die nachfolgende Entwicklung der modernen griechischen Sprache und Literatur hatte. Als Ergebnis eines bewussten und externen Eingriffs in die natürliche Funktion der Sprache ist Korais' "Katharevousa" grundlegend durch ihre künstliche Natur gekennzeichnet, und ihre Rolle bei der Lösung der langjährigen griechischen Sprachfrage war eher hinderlich als hilfreich. Im Bereich der Literatur wird er mit seinem späten narrativen Text "O Papatrechas" eingeordnet, einem typischen Beispiel für den Versuch, mit einem pädagogischen Aufklärungsziel zu schreiben. Für weitere biografische Details zu Adamantios Korais siehe Dimitris Kechagioglou, "Adamantios Korais," in "Unsere ältere Prosa: Von ihren Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg," Bd. B' 2, S. 80-96, Athen: Sokolis, 1999. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEBI).

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