Copi

Copi
Ein vielseitiger und umstrittener Künstler, Copi, das Pseudonym von Raul Damonte Botana, wurde 1939 in Buenos Aires geboren und verstarb 1987 in Paris, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte. Auf Spanisch ist "Copi" die Verkleinerungsform von "copo de nieve", was "Schneeflocke" bedeutet. In Griechenland wird Copis Name hauptsächlich mit übersetzten Comics in Verbindung gebracht, die in Zeitschriften der Verlage "Babel" und "Para Pente" veröffentlicht wurden, während er als Dramatiker fast unbekannt bleibt. Seit seinem Umzug nach Paris im Jahr 1961 wurde er weltweit als Comic-Künstler berühmt, insbesondere durch die Geschichten von "La Femme Assise" ("Die sitzende Frau"), die im Le Nouvel Observateur veröffentlicht wurden. Er arbeitete mit Publikationen wie "Tia Vicenta", "Quatro Patas", "Twenty", "Bizarre", "Hara Kiri" und "Charlie Hebdo" zusammen und verfasste eine Reihe von Kurzgeschichten ("Le Bal des folles", "La vie est un tango" und andere). Zunächst engagierte er sich im Theater als Schauspieler und später als Dramatiker. Seine Auftritte in Genets "Die Zofen" und in den von ihm selbst geschriebenen Monologen "Loretta Strong und Le Frigo" bleiben unvergesslich. Der Comic-Künstler Copi hinterlässt etwa 15 Theaterstücke, Romane und Novellen, eine große Anzahl von Comics und eine kleine Menge an Poesie. Seine Theaterwerke wurden in Paris von renommierten Regisseuren (Jorge Lavelli, Alfredo Arias, Jerome Savary) inszeniert und von großartigen Schauspielern (Maria Casares, Pierre Clementi) aufgeführt. Seine Werke wurden in viele Länder übersetzt und aufgeführt.
