Einkaufsführer: Wie man den richtigen GPS-Plotter & Echolot auswählt

Einkaufsführer: Wie man den richtigen GPS-Plotter & Echolot auswählt

Der Kauf eines GPS-Plotters & Echolots ist vielleicht die wichtigste Aufrüstung, die du an deinem Boot vornehmen kannst. Egal, ob du Hobbyfischer bist oder professionell navigierst, die richtige Ausrüstungsauswahl ist wichtig.

In diesem Leitfaden erfährst du, worauf du vor dem Kauf achten solltest.

Was ist ein GPS-Plotter und was ist ein Echolot?

  • GPS-Plotter: Zeigt deine Position auf der Karte an, hilft bei der Navigation und bei der Routenplanung.
  • Echolot: Misst die Wassertiefe und erkennt Fische oder die Topographie des Meeresbodens mit Sonartechnologie.
  • Combo-Geräte: Kombinieren beides — die beliebteste Wahl.

Wenn du ein umfassendes Erlebnis möchtest, lohnt es sich in der Regel, auf GPS-Plotter mit integriertem Echolot zu setzen.

Einkaufsführer: Wie man den richtigen GPS-Plotter & Echolot auswählt

In welcher Tiefe fischst du?

Beginne nicht mit Marken oder Zoll. Starte mit der Tiefe. Deine Antwort bestimmt die Leistung (Watt) und die Frequenzen (kHz), die dein Sensor (Transducer) haben muss:

  • Bis 50 - 60 Meter: Ein Gerät mit einer Leistung von 300W bis 500W und einer Frequenz im High CHIRP-Bereich ist mehr als ausreichend. Du wirst den Meeresboden "kristallklar" sehen, ohne eine Menge Geld auszugeben.
  • Von 60 bis 150 Meter: Du brauchst einen Sensor mit 500W bis 600W und Technologie im Medium oder High CHIRP-Bereich.
  • Ab 150+ Meter: Vergiss die Amateurreihen. Du greifst unbedingt zu einem Sensor mit 1kW (1000W) und Frequenz im Low/Medium CHIRP-Bereich, damit der Ultraschall die Wasserdichte durchdringen kann.

Sensor

Der größte Fehler, den Käufer machen, ist, das gesamte Budget in den Bildschirm zu investieren und einen billigen Sensor zu kaufen. Denke daran: Der Bildschirm ist der Fernseher, der Sensor ist die Kamera. Wenn die Kamera schlecht ist, kann der Fernseher kein schönes Bild anzeigen.

Kauftipp: Wenn du in der Bezeichnung eines Produkts den Hinweis "No Transducer" siehst, bedeutet das, dass nur der Bildschirm verkauft wird. Überprüfe vor Abschluss deiner Bestellung immer, ob der Sensor im Lieferumfang enthalten ist oder ob du ihn separat auswählen musst.

Wie viele Zoll Bildschirm brauchst du wirklich?

Da die modernen Geräte "2 in 1" sind, wirst du zu 90 % der Zeit den Bildschirm in der Mitte geteilt verwenden (Split-Screen): links die Seekarte, rechts das Echolot.

  • 4" bis 5" Zoll: Nur ideal für Kayaks, kleine herkömmliche Schlauchboote oder als Hilfs-GPS. Im Split-Screen werden die Anzeigen schwer lesbar.
  • 7" Zoll: Bietet eine anständige Bildschirmaufteilung, ohne viel Platz im Cockpit einzunehmen.
  • 9" Zoll und mehr: Das "goldene Verhältnis" für Schnellboote und Kabinenboote. Es ermöglicht dir, die Karte auf einen Blick aus zwei Metern Entfernung zu lesen, ohne dich über das Steuer zu beugen.

(Hinweis: Bevor du eine Größe wählst, messe dein Armaturenbrett. Ein 9-Zoll-Gerät hat ein Gesamtvolumen, das fast so groß ist wie ein kleiner Laptop).

Berührung, Tasten oder Hybrid;

Die Wahl hier ist keine Frage der Ästhetik, sondern der Praktikabilität auf See:

  1. Touchscreens: Sie sind schnell, wenn du die Reise im Hafen planst. Wenn wir jedoch mit 20 Knoten im Wellengang unterwegs sind oder deine Hände nass mit Salzwasser und Schuppen sind, macht die Berührung Schwierigkeiten.
  2. Mit Tasten: Sie bieten dir eine absolute, zuverlässige Kontrolle unter extremen Wetterbedingungen.
  3. Hybride (Hybrid - Berührung + Tasten): Die beste Wahl. Du nutzt die Berührung bei ruhigem Wasser und die physischen Tasten, wenn das Wetter aufzieht.

Αuslesen des Echolots

  • CHIRP: Die Technologie, die gleichzeitig mehrere Tonfrequenzen aussendet. Das Ergebnis ist, dass Sie die Fische klar sehen und nicht nur als "neblige Massen". (Kaufen Sie im Jahr 2026 kein Gerät, das kein CHIRP hat).
  • DownScan / DownVü: Gibt Ihnen eine nahezu fotografische Darstellung dessen, was genau unter dem Boot ist. Ideal, um Wracks, Perlen und Algen zu unterscheiden.
  • SideScan / SideVü: "Scannt" den Meeresboden rechts und links vom Boot in mehreren Metern Entfernung. Es ist das ultimative Werkzeug, um schnell eine unbekannte Meeresbodenlandschaft zu kartieren.

Seefahrtskarten & NMEA 2000

  • Die Karten: Das GPS zeigt allein nur einen Punkt im Nichts. Um Tiefen, Untiefen und Häfen zu sehen, benötigst du eine detaillierte Seekarte (die beliebtesten sind von Navionics und C-MAP). Stelle sicher, dass das Gerät, das du auswählst, die Kartenkarte deiner Region unterstützt.
  • NMEA 2000 Netzwerk: Wenn dein Bootsmotor ein aktuelles Modell ist, kannst du durch die Wahl eines Displays mit NMEA 2000-Schnittstelle den Motor mit dem Plotter verbinden. So entfallen analoge Uhren und du siehst auf deinem Bildschirm Kraftstoffverbrauch pro Stunde, Drehzahlen, Temperatur und Batteriespannung.

Relevante Artikel

Einkaufsführer: Wie man die idealen Seitenkoffer für Motorräder auswählt
Einkaufsführer: Wie du den richtigen Rucksack für Radfahrer auswählst
Bereite dich auf den Sommer vor mit einem Geschenk von 50 €
Einkaufsführer: CPAP- und BiPAP-Geräte