An jenem Morgen, wie jeden Tag seit acht Jahren, stand der Mönch Hieronymus um drei Uhr morgens für das Morgengebet auf. Nach dem gestrigen Unwetter hatte sich der Wind gelegt, und der friedliche Mönch dachte daran, die kleine Terrasse des Klosters, mit der er gestern begonnen hatte, zu streichen, bevor ihn das plötzliche Gewitter unterbrach. So begann er plötzlich gegen vier Uhr nachmittags, so stark zu wehen, dass der arme Mann kaum aufrecht stehen konnte. Die Möwen, die noch vor Kurzem in den blaugrünen Wassern tauchten und laut kreischten, waren abrupt verschwunden. Der Himmel wurde schwarz, als würde er ertrinken, und dann heulte der Wind wie ein hungriger Wolf, erhob die See und brachte sie zum Toben, die wie eine wütende Furie heftig gegen jeden Felsen schlug, den sie vor sich sah.
Der Mönch sammelte hastig den Eimer mit der weißen Farbe und die Bürste und betrat die Kapelle, während die ersten dicken Regentropfen auf seine schwarze Kutte fielen und sie durchnässten. Der Sturm dauerte eine beträchtliche Zeit, und Hieronymus dachte, dass die Nachmittagsbesucher und Gläubigen, die die heilige Ikone der Panagia Chozoviotissa verehren wollten, vielleicht nicht erscheinen würden. Er fühlte sich besonders glücklich, in diesem Kloster auf Amorgos zu dienen, einer der schönsten Kykladeninseln Griechenlands. Er war fast dreiundzwanzig Jahre alt und lebte seit seinem achtzehnten Lebensjahr als Einsiedler, nachdem er nach dem Gymnasium beschlossen hatte, Mönch zu werden, trotz der Einwände seiner Familie, die nicht verstehen konnten, was ihren einzigen Sohn so plötzlich zu diesem Entschluss geführt hatte.
Aber für den jungen Achilleas – so war sein richtiger Name – war keine Entscheidung jemals plötzlich oder leichtfertig getroffen worden. Schon als Kind war er jedes Mal verzaubert, wenn er in die Kirche ging und die Psalmen hörte. Aus einem seltsamen Grund fühlte er sich dort sicher. In der Außenwelt erschreckten ihn die Menschen, und die Gespräche mit seinen Freunden, vor allem über Frauen, machten ihn verlegen. In jenem Sommer, als ein 18-jähriger Junge zum ersten Mal den Heiligen Berg besuchte und einen ganzen Monat in einem wunderschönen Kloster blieb, hatte er bereits entschieden: Er würde das klösterliche Leben wählen. Und genau das tat er.
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