Ein kleines, poetisches Roman, geschrieben in der Logik der Fragmente; eine kleine, unerwartete Reise der Selbst- und Fremdsuche; eine Parabel über die leeren Räume aller äußeren und inneren Wüsten.
„Andere verbrennen die Toten, wir hier beerdigen sie. Wir folgen dem Leichenwagen schweigend zum Friedhof wie eine stumme Parade von Nacktschnecken. Manchmal regnet es. Manchmal nicht. Wenn wir schließlich ankommen, betet der Priester das Totengebet, die Angehörigen weinen und die Totengräber senken langsam ihre leblaste Last in den Boden.
Manchmal hat man das Gefühl, man vergräbt etwas im Boden, um es nach Jahren wiederzufinden, einen kleinen Tutanchamun, wie damals, als wir als Kinder die Zähne, die uns fielen, in einer Ritze in der Wand versteckten. Dann wirft jeder eine Handvoll Erde ins Grab. Einige andere ein paar Blumen. Die Wolken ziehen langsam beiseite. Ich selbst hingegen bleibe immer wieder erstaunt darüber, was ein Raum so klein wie die Sonne enthalten kann.
Anschließend geht der Priester und die Versammlung zerstreut sich langsam, still und manchmal träge, wie eine Tausendfüßler, der seine abgetrennten Gliedmaßen in die Sonne streckt. An einem solchen Tag…“
Hersteller
- Autor
- Z. D. Ainalis
- Verleger
- Kedros
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 64
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2017
- Veröffentlichungsdatum
- 2017
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789600448016
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