Der Dichter handelt wie das Kind, das spielt. Er erschafft eine fiktive Welt, die er ernst nimmt, das heißt, er stattet sie mit viel psychischer Energie aus und hebt sie gleichzeitig klar von der Realität ab. Doch dieser Mangel an Realität in der Welt des Dichters hat bedeutende Folgen für die Technik der Kunst (. . .)
Der Erwachsene erinnert sich daran, wie ernsthaft er sich seinen Kinderspielen widmete, und vergleicht nun die vermeintlich ernsthaften Beschäftigungen mit diesen Kinderspielen: Er befreit sich dann von dem drückenden Joch des Lebens und erreicht ein höheres Vergnügen; im Humor.
So stellen wir fest, dass je älter man wird, der Mensch aufhört zu spielen und scheinbar die Freude an dem, was er im Spiel fand, verleugnet. Doch wer das psychische Leben des Menschen gut kennt, erkennt, dass es nichts Schwierigeres für einen Menschen gibt, als eine Freude, die er erfahren hat, zu verleugnen.
Die Wahrheit ist, dass wir nichts verleugnen können; wir wissen nur, etwas gegen etwas anderes einzutauschen.
[Auszug aus dem Text auf der Rückseite der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Sigmund Freud
- Verleger
- Korontzis
- Ursprünglicher Titel
- Kunst und Psychoanalyse
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 78
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2006
- Veröffentlichungsdatum
- 2006
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789608031258
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