Ich glaube nicht, dass eine Frau jemals einen Mann wirklich für seine Gedanken geliebt hat. Andreas hatte auch nicht wirklich besondere Gedanken. Es war, als würde ich in einem Stillleben leben. Alles war dort, perfekt gemalt, aber etwas fehlte. Und das, was fehlte, war der Sinn.
Wir schauten uns stundenlang in die Augen, ich konnte mich nicht von ihm lösen, ich schaute ihn an, schaute ihn an und was sah ich? Ein endloses Gefühl, das ganz mir gehörte... Den Sinn gabst du mir, danach. Du warst damals mein Bruder, mein Vater. Ich sage es dir nochmal, ich denke oft darüber nach, wie du das akzeptiert hast... Wie hast du diese Position akzeptiert?
Indem er Spinozas Aussage ("Gott ist gleichgültig") umschreibt, erzählt uns Alexis Stamatov von einem Lebenszustand, der unberührt, indifferent, gleichgültig gegenüber den Leidenschaften der Helden ist. Erotische Dreiecke oder Quartette, ein familiäres Schlachtfeld, ein Kreis von existenziellen Abgründen wechseln sich in einem Klima leichter Kammerdramatik ab.
Mit offensichtlicher theaterhafter Stimmung stellt Stamatov in "Leben" den Schrei (wie das gleichnamige Gemälde von Munch) einer beruhigten Gegenwart dar, die sich weigert, den verwesenden Erinnerungen und den stürmischen Erwartungen der Protagonisten zu erlegen.
Hersteller
- Autor
- Alexis Stamatis
- Verleger
- Minoas
- Verlage
- Minéas
- Typ
- Prosa
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 136
- Veröffentlichungsdatum
- 9/2005
- Veröffentlichungsdatum
- 2005
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789606991851
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