Im Allgemeinen sind die Kolumnen in diesem Band von einem Geist moderater Optimismus für Griechenland und die Welt geprägt.
Was Griechenland betrifft, so kommen die meisten Artikel - im Vergleich zur Gegenwart mit der jüngeren Vergangenheit - zu dem Schluss, dass eine große und radikale Transformation unseres Landes von 1974 bis heute stattgefunden hat. Wir haben eine Geschichte von Kriegen, Spaltungen, wirtschaftlicher Unterentwicklung, militärischen Bewegungen und eingreifenden Maßnahmen der Großmächte hinter uns gelassen. Und wir sind in eine Zeit des Heilens der beiden großen Spaltungen des 20. Jahrhunderts, wirtschaftlichen Wachstums, gefestigter Demokratie und Eingliederung in die vereinigte Europa eingetreten.
Was die Welt betrifft, ist die Einschätzung des Autors weniger positiv. Während nach dem Ende des Kalten Krieges die Tore für die Etablierung einer langfristigen Friedensperiode weit geöffnet wurden, mit dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als regulierendem Organ, unterbrachen objektive und subjektive Faktoren diesen Kurs, insbesondere durch die terroristischen Anschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten.
Der Hauptfaktor für die Verzögerung des institutionellen Fortschritts auf unserem Planeten ist der enorme Abstand zwischen der Verteidigungs- (militärischen) Fähigkeit und Beweglichkeit der USA und den anderen großen Machtzentren. In der subjektiven Dimension der Dinge nehmen die neokonservativen Berater von Präsident Bush eine zentrale Stellung ein, die ihn in die äußerst problematische Theorie des „präventiven Krieges“ und deren unglückliche Anwendung gegen Saddam Hussein im Irak hineinzogen.
Insgesamt haben die Kolumnen einen ermahnenden Ton - vielleicht zu belehrend. Wenn man beispielsweise Probleme unserer Außenpolitik (wie die griechisch-türkischen, das Zypern-Problem, das Mazedonien-Problem und verwandte Themen) betrachtet, lautet das Credo des Autors, dass die Leiden der Vergangenheit als Lektionen für die Zukunft dienen sollten und dass Maximalismus - ohne eine realistische Einschätzung der Machtverhältnisse - oft zu enttäuschenden, wenn nicht gar katastrophalen Ergebnissen geführt hat.
[Ausschnitt aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- THeodoros A. Kouloumpis
- Verleger
- Ekdoseis Papazisi
- Untertitel
- Eine kritische Bewertung
- Anzahl der Seiten
- 297
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 2005
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Griechenland & Zypern, Europa, Naher Osten
- ISBN-13
- 9789600219005
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