Hundert Jahre sind seit dem Tod von Anton Tschechow in einem Kurort im Schwarzen Wald vergangen. Der russische Schriftsteller war vierundfünfzig Jahre alt; er hinterließ ihm Bühnenstücke (wie Onkel Wanja, die Drei Schwestern, den Kirschgarten, die Möwe), Novellen, Einakter (wie den Hochzeitsantrag und die Schädlichen Folgen des Tabaks) sowie zahlreiche Erzählungen, die zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden (einige davon in der satirischen Zeitschrift Cicada) oder in seinen Schubladen blieben.
Tschechow, wie die größten Schriftsteller der Welt, beschäftigte sich mit allen Arten von Prosa und verband seinen Namen mit einem halben Jahrhundert menschlicher Geschichte: mit dem vorrevolutionären Zustand der Dinge in Russland und dem gerade entstehenden Stanislawski-Theater. Trotz seiner produktiven Schaffenskraft und in Trotz der alten Generation, die seine Werke als 'aktionslos' bezeichnete, gelang es Tschechow, sich mit der russischen 'Seele' zu identifizieren und zu ihrem Magier zu werden.
Sein Werk, obwohl es nicht an Humor mangelt, trägt den Schatten des Todes, des Verfalls, der Verzweiflung; seine Helden bleiben hilflos und nostalgisch. Er selbst erlebte Armut und väterlichen Autoritarismus - er wurde in Taganrog geboren, zwischen griechischen Nachbarn - und dann die Armut anderer: er studierte Medizin und praktizierte sie ohne Ehrgeiz und ohne Belohnungen; bald gab er sie für die Literatur auf.
Er arbeitete immer sehr hart: Er glaubte, dass die Schönheit des Lebens aus der Arbeit stammt; die Arbeit, die Entbehrungen und die Entbehrungen trugen dazu bei, dass er an Tuberkulose erkrankte. Obwohl etablierte Schriftsteller wie Tolstoi ihn angriffen, fand Tschechow bald seinen Platz in der russischen Literatur: seine ruhige Verzweiflung, die Genauigkeit der Sprache und der Gefühle, das Husten, das hinter jedem glänzenden Dialog zu erklingen scheint, und seine politische Unabhängigkeit ergeben das Porträt eines Klassikers.
Wie Ivan Bunin in seiner Biografie (1908) schreibt, 'Tschechow war ein Exorzist... sein wahrer Held ist die Verzweiflung...', eine Verzweiflung, die ohne bedeutungsschwangere Worte, ohne schillernde Gefühle und gewaltsame Reaktionen beschrieben wird, sondern mit der Ironie und Klarheit eines unerbittlichen, aber humanitären Beobachters.
Hersteller
- Autor
- Anton Chekhov
- Verleger
- Patakis
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Eine Option
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 265
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2004
- Veröffentlichungsdatum
- 2004
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 14x21 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- ISBN-13
- 9789601612034
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