Florinischer Paprika oder Paprika aus Florina? Die Insel oder das Insel? Gesendet oder übermittelt? Dutzende solcher Fragen quälen den durchschnittlichen Sprecher der griechischen Sprache, der sich in der sisyphischen Suche nach der „Wahrheit“ in solchen Scheindilemmata verausgabt, durch glitschige sprachliche oder überanpassende Pfade.
Obwohl die Frage des gebildeten Niveaus im modernen gemeinsamen Neugriechisch nicht ohne ideologische und gesellschaftspolitische Implikationen ist, da sie mit den Missständen der Sprachfrage verbunden ist, erweist sich die griechische Sprache in Bezug auf Struktur und Gebrauch als überlegen gegenüber abweichenden regulativen Praktiken der (De-)Ritualisierung.
Die Gebildete in der Synchronie ist, in gewisser Weise, ein idiosynkratisches pragmatisches Niveau, sozial-linguistisch und faktisch bestimmt, das sich mit allen Ebenen der SprachAnalyse verbindet, sich auf die Zeitlichkeit der griechischen Sprache bezieht und mit der künstlichen Wiederentdeckung zusammenhängt und betrifft hauptsächlich eine Variety in der Peripherie der Sprache in Form von Abweichungen oder/und Fossilien.
Die gebildeten Elemente (Wörter, Phrasen, Fragmente) stellen manchmal eine obligatorische und manchmal eine optionale stilistische und bedeutungspraktische Wahl mit spezialisierter/distinkter sprachlicher und nützlicher Funktion dar, die dazu neigt, sich morphologisch an die Volkssprache anzupassen, aber auch analog über (Anti-)Leihgaben in speziellen Verwendungen reproduziert zu werden.
Dieser kollektive Band, das Produkt von zehn Spezialisten der Linguistik (A. Anastasiadis-Symeonidis, A. Iordanidou, M. Kamilaki, P. Kambaki-Vougiouklis, G. Katsoudas, P. G. Kribas, I. Manolesou, Ch. Bassea-Bezantakou, G. Nikolaou, A. Fliatouras) aus verschiedenen Bereichen der Linguistik (theoretisch, historisch und angewandt), versucht mit nüchternem und beschreibendem wissenschaftlichem Diskurs die gegenwärtige Funktion der Gebildeten zu entschlüsseln, Forschungswege zu eröffnen und grundlegende Fragen zu beantworten, wie:
- Was kann im modernen gemeinsamen Neugriechisch als gebildet angesehen werden und was ist der Unterschied zur Neokatharewusa (eine Facette davon ist auch das Scheingebildete)?
- Wie kann der Grad der Gebildetheit gemessen werden und wie spiegeln die Textkörper die Veränderungen, aber auch die Fixierungen der Gebildeten wider?
- Was sind die Grenzen der systemischen Funktion und ideologischen Nutzung der Variety?
- Was ist die lexikographische und bildungspolitische Perspektive der Gebildeten?
Acht Texte, zwei Indizes, zwei Anhänge und Dutzende Tabellen mit repräsentativem Material könnten den Leser des Bandes dazu bringen, sich zu fragen: Ist das Haus schließlich ein Zuhause geworden oder brauchte das Zuhause auch das Haus? Und ist die Gebildete somit ein lebloser Körper, schwebende Materie oder beides?
Hersteller
- Autoren
- Anna Anastasiadi - Symeonidi, Anna Iordanidou, Maria Kamilaki, Pinelopi Kampaki - Vougioukli, Georgia Katsouda, Panagiotis G. Krimpas, Io Manolessou, CHristina E. Mpasea - Mpezantakou, Georgia Nikolaou, Asimakis Fliatouras
- Verleger
- Patakis
- Genre
- Linguistische Bücher
- Untertitel
- Theorie, Geschichte, Anwendung
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 328
- Veröffentlichungsdatum
- 2019
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789601681054
Wichtige Informationen
Spezifikationen werden von offiziellen Hersteller-Websites gesammelt. Bitte überprüfen Sie die Spezifikationen, bevor Sie Ihren endgültigen Kauf tätigen. Wenn Sie ein Problem bemerken, können Sie melden Sie es hier