Der Flur, eingehüllt in Dunkelheit. Dennoch erkannte Berger ein geflügeltes Insekt, das langsam an der Decke entlang kroch; er folgte ihm mit dem Blick. Erst als er aufhörte, es zu beobachten, wurde ihm bewusst, dass es eine Biene war. Obwohl das einzige Licht im Flur kaum Licht genannt werden konnte, war es doch deutlich sichtbar. Klein, rund, auf Augenhöhe an der geschlossenen Tür, die ihn vom anderen Mann trennte; beide klebten an der Zementwand, jeder auf seiner Seite der Tür, und hielten ihre Waffen bereit in den Händen. Im kaum vorhandenen Licht starrte der ältere Mann mit seinem kalten, grauen Blick auf Berger und nickte. Ohne seine Waffe zu senken, bückte sich Berger und hob etwas auf, das wie ein einzelner Vergrößerungsglas für Uhrmacher oder Antiquitätenbewerter aussah. Er legte es leise auf das Türglas und schaute hinein. Die Perspektive war etwas asymmetrisch, aber das Innere der Wohnung schien in Ordnung. Ein Flur erstreckte sich bis zu den Anfängen eines Wohnzimmers. Direkt gegenüber, im ersten dezenten Dämmerlicht eines Novembermorgens, schienen ein Paar riesiger Adler durch die großen Fenster des Zimmers zu flattern. Als würde es sich in Zeitlupe nähern, kamen sie immer näher, innerhalb der optischen Asymmetrie, schwarze Silhouetten, die für einen Moment schienen, in aufsteigende Luftströmungen genau vor den Fenstern zu schweben.
Sam Berger ist auf der Flucht wegen eines Mordes, den er nicht begangen hat. Sam Berger ist allein geblieben. Seine Kollegin, Molly Bloom, liegt im Koma. Trotzdem kann nur er einen ehemaligen Agenten und nun gesuchten Mörder aufhalten, der ein Mädchen als Köder für den Terroranschlag entführt, den er plant und der droht, ganz Stockholm zu zerstören. Oder vielleicht doch nicht? Ist Berger nicht die Lösung, sondern Teil des Problems?
Das dritte Abenteuer von Berger und Bloom wurde für das Buch geschrieben: Momentan ist Dahl der führende Vertreter des skandinavischen Noir. Er kombiniert die großartige britische Tradition der Spionagethriller mit der amerikanischen sowie der feministischen Kriminalliteratur und würzt seine Romane mit literarischen Anspielungen, wie es zur goldenen Ära des Genres der Fall war, während sein sozialpolitischer Kommentar scharf bleibt.
Arne Dahl hat wieder einmal eine intelligente und fesselnde Geschichte geschrieben, in der der Protagonist ein Antiheld ist, der gefährliche Frauen mag. Sam folgt seinem eigenen Weg und treibt die Handlung voran. Ich lese mit angehaltener Atem, um zu sehen, was als Nächstes passiert. Seine Prosa zeichnet sich wie immer durch Präzision und literarische Eleganz aus.
Arne Dahl schreibt ehrgeizige und gut ausgearbeitete Kriminalromane. Thriller mit Verschwörungen und großer emotionaler Intensität. Nur wenige skandinavische Autoren können mit ihm in Bezug auf die Übermittlung einer angenehmen, aber auch beunruhigenden existenziellen Leichtigkeit konkurrieren. „Fünf plus drei“ setzt die Messlatte hoch und Dals norwegische Kollegen müssen sich ganz schön anstrengen, um ihn einzuholen.
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Hersteller
Produktanleitungen
- Autor
- Arne Dahl
- Verleger
- Metaichmio
- Verlage
- Schwellenwert
- Typ
- Krimi
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 488
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2020
- Veröffentlichungsdatum
- 2020
- Abmessungen
- 14x20.5 cm
- ISBN-13
- 9786180320657
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