Ein blendendes Licht durchschneidet die Dunkelheit und hebt sich mit einem blitzschnellen Bewegungsflug ab. Arthur und Monty Brightstorm sind zwei einfache, aber auch so besondere Kinder. Sie haben vielleicht keine Eltern, ihr Zuhause wurde ihnen auf ungerechte Weise weggenommen, aber sie haben einander und fanden eine neue Familie an Bord eines Luftschiffs. Andererseits haben sie mit dreizehn Jahren bereits den entferntesten Ort erreicht, den je ein Mensch in der Weite des Himmels erkundet hat – den gefrorenen Südpol, getrieben von der Sehnsucht, die Wahrheit zu entdecken und den Namen ihrer Familie wiederherzustellen. Monty ist realistisch und gewissenhaft – eine Eigenschaft, die sie zu einer außergewöhnlichen Mechanikerin macht –, während Arthur, ein äußerst kluges Junge, ein wahrer Bücherwurm ist und dazu neigt, Dinge zu tun, ohne nachzudenken. Manchmal führt das die Zwillinge in gefährliche Situationen; so auch jetzt, wenn sie auf den Straßen Londons lauern, um eine hohe Gestalt zu jagen, die sich in der Nacht wie ein Messer im Wasser gleiten lässt.
Arthur hatte ihn vor nur zehn Minuten entdeckt, während er nachdenklich in der nächtlichen Stille aus dem Fenster seines Zimmers in der Archangelsstraße blickte. Der Mann kam aus Süden und ging nach Norden, nervös umherblickend und etwas Kleines in den Händen haltend. Sein Verhalten erschien Arthur so verdächtig, dass er beschloss, ihm zu folgen und herauszufinden, was dieser Mann so spät in der Nacht draußen trieb. Monty folgte ihm, eher um zu verhindern, dass Arthur etwas Schlimmeres tat. Der Mann blieb stehen und sah hinter sich um. Monty zog Arthur hastig an eine hohe Mauer. „Was treibt der da?“ flüsterte sie.