Die Übersetzung, als universelle Sprachpraxis und als vollbrachte Leistung jedes einzelnen Übersetzers, stellt eine zeitgenössische mimetische Wiederholung dar. Der Übersetzer, als Verwalter eines fremden Wortes, wird zu einem einfallsreichen Mechaniker der Sprache, der, spekulierend und konsultierend, die Werke von Autoren imitiert.
Deshalb wird die Übersetzung als rein dogmatischer Kampf des Übersetzers in einem Wettkampf präsentiert, der dem der Rhetorik ähnelt, wo das Original ungeschickt und die Übersetzung kunstvoll treu ist. Die Übersetzung ist auch ein dynamischer Prozess: Ob als Abfolge oder als Veränderung zielt sie auf die Differenz ab: Sie strebt, mit anderen Worten, auf die Qualität des Unterschieds zwischen den übersetzten und den übersetzten Texten, da, gemäß Aristoteles, „das Eine und das Seiende auf viele Arten gesagt wird“.
Schließlich ist die Übersetzung eine Funktion einer Konstante (dem Original) und einer unbestimmten Vielzahl von Variablen, aus deren Werten die Übersetzung gestaltet wird. Aber auch die einzigartige Konstante, gerade weil sie gelesen wird, verwandelt sich in eine Variable, da sie der Interpretation unterliegt, die jeder einzelne Übersetzer jeder einzelnen Sprache verleiht.
Die Mühe der Übersetzung passt daher vollständig in das platonische Schema „Entstehende und Machende und Verlustbringende und Veränderte“, das das „naturgemäße Sprechen“ gewährleistet. Die Übersetzung, als Werk des Übersetzers, ist das Gebiet der Subjektivität.
Hersteller
- Autor
- Giorgos Kentrotis
- Verleger
- Gutenberg
- Genre
- Bücher über das Schreiben
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 671
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789600122749
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