Die historische Bedeutung des Kratylos liegt darin, dass auf seinen Seiten der erste philosophische Versuch in der Geschichte des westlichen Denkens integriert ist, sich philosophisch mit der Problematik der Sprache auseinanderzusetzen, und zwar in einem Werk, das den entsprechenden Ansatz Platons und vorhergehende Lehren der Sophisten umfasst.
In diesem Dialog gibt es nichts, das nicht mehrdeutig und - gerade deshalb - widersprüchlich ist. Aus den Zeilen dieses lebhaften und erstaunlich dichten und straffen Dialogs erkennen wir jedoch, dass die Fragen weiterhin aufgeworfen und offen bleiben.
Handelt es sich um ein "ernstes" Werk oder beseitigt die sokratische Ironie, die hier die Grenzen des Zumutbaren erreicht und überschreitet, die an sich schon innewohnende Ernsthaftigkeit der platonischen Dialoge und verwandelt den philosophischen Dialog in Komödie? Will Plato den Kratylos etwa so "anti-metaphysisch" haben wie, z. B., den Phaidon im zweiten Teil? Und ist die Sprache tatsächlich das Instrument, mit dem der Mensch sich selbst unterrichtet?
Gehen die Namen der Essenz der Dinge voraus oder nicht? Verteidigt Platon die Ideen oder bekämpft er sie? Im Kratylos wird die Richtigkeit der Namen überprüft, die ständig sich ändernde Sprache untersucht und die Beziehung zwischen Sprache und wahrer Erkenntnis der Dinge aufgezeigt.
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Produktdetails
- Autor
- Platon
- Verleger
- Gutenberg
- Untertitel
- Oder die Korrektheit von Namen, logischen
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789600115376
Ausgabe
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 544
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Veröffentlichungsdatum
- 5/2013
- Veröffentlichungsdatum
- 2013
Inhalt
- Lesestufe
- Klassische Texte
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