Dies ist eine besonders aktuelle und wichtige Sammlung von Essays, die an einem kritischen Wendepunkt in den Beziehungen durch die Eurasie interveniert. Die drei Mächte – USA, Russland und EU – verfügen über keine gemeinsame geopolitische Vision, die das gemeinsame Bestreben nach einer 'strategischen Partnerschaft' in effektive Strategien der Einbindung und Zusammenarbeit umwandeln könnte. Im Gegenteil, was wir beobachten, ist eine zunehmende Entfremdung – die EU wird immer introspektiver, die USA verlagern ihr Interesse auf den Pazifik und Asien, und Russland wendet sich Zentralasien und dem Fernen Osten zu.
Obwohl es noch zu früh ist, um von einer entscheidenden und irreversiblen Veränderung in der globalen Machtverteilung von Westen nach Osten zu sprechen, ist jedoch klar, dass der Westen eine Phase relativen Niedergangs im Vergleich zu den aufstrebenden Imperien Chinas und Indiens oder den favorisierten Märkten in Lateinamerika und Asien durchläuft. Tief gespalten und ohne gemeinsame Ideen, scheint der breitere Westen – zu dem Russland immer ein integraler Bestandteil war – sich langsam zu entfalten.
Natürlich ist das Thema 'Niedergang' so alt wie die Kultur des Westens, verfolgt in den Werken und Tagen des Hesiod und charakteristisch für die intellektuelle und politische Geschichte des Westens. Vor zwanzig Jahren reagierte der transatlantische Westen auf das Verhalten von Michail Gorbatschow, indem er die Pariser Charta von 1990 der OECD unterzeichnete, die darauf abzielte, einen gemeinsamen Sicherheitsrahmen zu schaffen. Die Vorschläge des amtierenden Medwedew für einen neuen Sicherheitsvertrag repräsentieren vielleicht die letzte Chance für eine friedliche Integration Russlands in einen pan-eurasischen Rahmen von Vancouver bis Wladiwostok. Indem Russland einbezogen und ein neues Regelwerk und Prinzipien vereinbart werden, könnte ein solches eurasisch-atlantisches Rahmenwerk die 'Neustart' in den Beziehungen zwischen den USA und Russland festigen und der breiteren Europäischen Gemeinschaft mehr weltweite geopolitische Macht verleihen.
(Adrian Pabst) [Auszug aus einem Text des Herausgebers]
Hersteller
- Autoren
- Stelios Stayridis, Natividad Fernández Sola, Petr Kratochvíl, Elsa Tulmets, Aart Holstlag, Spyridon N. Litsas, Natalia Zaslavskaya, Anastassia Obydenkova, Giorgos Voskopoulos
- Verleger
- Eyrasia
- Untertitel
- Aktion, Interaktion und künftige Herausforderungen
- Anzahl der Seiten
- 211
- Veröffentlichungsdatum
- 5/2011
- Veröffentlichungsdatum
- 2011
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Englisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Europa, USA, Russland
- ISBN-13
- 9789608187597
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