Der Physiologe Benjamin Libet hat berühmt nachgewiesen, dass die Aktivität in den motorischen Bereichen des Gehirns etwa 300 Millisekunden erkannt werden kann, bevor der Mensch das Gefühl hat, sich zu bewegen. Kürzlich hat ein anderes Labor fMRI-Daten verwendet, um zu zeigen, dass bestimmte "bewusste" Entscheidungen bis zu 10 Sekunden vorhergesagt werden können, bevor sie ins Bewusstsein treten (weit vor der von Libet erkannten Vorbereitung auf die Bewegung). Es ist klar, dass solche Befunde schwer mit dem Gefühl zu vereinbaren sind, dass wir die bewusste Quelle unserer Handlungen sind. Die Frage des freien Willens ist nicht nur eine Kuriosität philosophischer Seminare. Der Glaube an den freien Willen untermauert sowohl das religiöse Konzept der "Sünde" als auch unser dauerhaftes Engagement für die strafende Gerechtigkeit. Der Oberste Gerichtshof hat den freien Willen als eine "universelle und dauerhafte" Grundlage unseres Rechtssystems bezeichnet. Jede wissenschaftliche Entwicklung, die das Konzept des freien Willens bedrohen würde, würde die Moralität infrage stellen, Menschen für ihr schlechtes Verhalten zu bestrafen. In dem Buch 'Freier Wille' analysiert Harris diese Ideen und fragt, ob wir angesichts dessen, was die Neurowissenschaften enthüllen, wirklich freien Willen haben?
Seiten: 96, Erscheinungsjahr: 0426, Abmessungen: 14,3x14,3cm
Hersteller
- Autor
- Sam Harris
- Verleger
- The Free Press
- Typ
- Naturwissenschaften
- Sprache
- Englisch
- Untertitel
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- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
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- Veröffentlichungsdatum
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- Abmessungen
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- ISBN-13
- 9781451683400
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