Der Wind änderte plötzlich die Richtung und ein Fleck Motoröl begann langsam sich auf dem Deck auszubreiten. Der unangenehme Geruch von Motoröl erfüllte Ndisas Nasenlöcher, und sie hob den Kragen ihres Wollpullovers, um ihr Gesicht zu bedecken. Das angenehme Aroma des Waschmittels für Wolle und empfindliche Stoffe überwältigte sofort die giftigen Dämpfe des Motors. Friki, der Besitzer des Bootes, und Rousa, seine Tochter, schienen sich nicht allzu sehr vom verschmutzten Luftzug, den sie einatmeten, stören zu lassen. Beide standen sie an der Reling, ihre Blicke auf die Netze gerichtet. Sie waren sehr neugierig, endlich zu sehen, welche Fische sie fangen würden. Im Gegensatz dazu entschied sich Ndisas, in der Nähe des Steuerrads zu sitzen. Mit dem Rücken versuchte sie, eine kleine Mauer zum Anlehnen zu finden. Sie bemühte sich sehr, sich einzureden, dass die Position, die sie gewählt hatte, nichts mit ihrer Phobie vor dem Meer und der ständigen Angst, zu ertrinken, zu tun hatte. So glaubte sie, Friki, der zuerst die Angst in ihren Augen bemerkt hatte, zu widerlegen.
Natürlich glaubte er ihr nicht. Ab und zu warf er ihr verstohlene Blicke zu, besorgt. Im Gegensatz dazu schien Rousa furchtlos zu sein. Sie war noch sehr jung, um ihre Angst die Sehnsucht nach Abenteuern ersticken zu lassen. Deshalb besuchten sie sie auch nur selten. In ihrem Alter war Ndisas wie ihre Tochter. Doch viele Jahre waren seit damals vergangen, und jene alte, kindliche Unbekümmertheit war durch eine Reihe von Sorgen ersetzt worden. Statt den Moment zu genießen, die Salzigkeit auf ihren Lippen und den Wind in ihren Haaren zu spüren, kreiste ihr Geist ständig in den kalten Tiefen des Meeres. Ndisas versuchte einen Moment lang, ihre Gedanken von diesem dunklen, feuchten Grab wegzudrängen. Nach allem, was sie durchgemacht hatten, musste das Schicksal ihnen Barmherzigkeit zeigen.
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