Ist dein Auto winterfit? Was du überprüfen und immer dabeihaben solltest
Kälte, Regen, Eis und kürzere Tage machen sowohl dem Fahrer als auch dem Auto zu schaffen. Im Winter treten die meisten „kleinen“ Probleme auf, die wir auf später verschoben haben: die Batterie, die an einem kalten Morgen den Motor nicht starten lässt, der Scheibenwischer, der Schlieren hinterlässt, oder das Scheibenwaschwasser, das gefriert.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche 6 Kontrollen du in wenigen Minuten selbst durchführen kannst und was du am besten immer im Kofferraum dabeihast, damit du ohne böse Überraschungen durch den Winter kommst!
Schritt 1: Die 6 Checks, die du selbst durchführen kannst
1. Batterie
Bei Kälte wird die Batterie als Erstes „beansprucht“. Bei niedrigen Temperaturen liefert sie weniger Leistung, während der Motor mehr braucht, um anzuspringen. Eine Prüfung lohnt sich, wenn dir eines der folgenden Anzeichen auffällt:
- Der Anlasser dreht langsam: Das Auto „tut sich schwer“, anzuspringen, vor allem morgens.
- Die Kontrollleuchten im Armaturenbrett werden beim Starten dunkler.
- Die Batterie ist älter als 4–5 Jahre: Selbst wenn sie noch keine Anzeichen zeigt, ist es wahrscheinlicher, dass sie dich im Winter im Stich lässt.
Wenn du Zweifel hast, dauert ein Check in der Werkstatt nur wenige Minuten. Muss die Batterie ausgetauscht werden, findest du die passende unter Autobatterien. Wenn das Auto viele Tage ungenutzt steht, hält ein Batterieerhaltungsgerät sie geladen.
2. Reifen
Die Reifen sind der einzige Kontaktpunkt zwischen Auto und Straße – und im Winter ist das doppelt wichtig.
- Profiltiefe: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Auf nassen oder verschneiten Straßen sollte sie jedoch mehr als 3–4 mm betragen.
- Reifendruck: Bei Kälte sinkt der Reifendruck um etwa 0,1 bar pro 10 °C. Prüfe ihn einmal im Monat bei kalten Reifen.
- Winter- oder Ganzjahresreifen: Wenn du in schneereichen und eisigen Regionen lebst oder dorthin fährst, bieten Winterreifen bei Temperaturen unter 7 °C deutlich bessere Haftung.
Du weißt nicht, welche Reifen zu deinem Auto passen? Wirf einen Blick in den Reifenkauf-Ratgeber.
3. Scheibenwischer und Scheibenwaschflüssigkeit
Regen, Schlamm und Streusalz erfordern gute Sicht.
- Wischerblätter: Wenn sie Schlieren hinterlassen, „springen“ oder Geräusche machen, ist es Zeit für einen Austausch. Hier erfährst du, wie du die Scheibenwischer selbst wechseln kannst.
- Scheibenwaschflüssigkeit: Verwende eine Flüssigkeit mit Frostschutz und kein reines Wasser, das im Behälter und in den Düsen gefriert.
4. Kühlmittel
Das Kühlmittel schützt den Motor im Winter vor dem Einfrieren und im Sommer vor Überhitzung.
- Füllstand: Prüfe bei kaltem Motor, ob die Flüssigkeit im Ausgleichsbehälter zwischen den Markierungen MIN und MAX steht.
- Frostschutz: Mit der Zeit lässt die Frostschutzwirkung des Kühlmittels nach. Lass beim nächsten Service prüfen, bis zu welcher Temperatur es schützt.
- Nachfüllen: Verwende den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Typ und mische keine unterschiedlichen Kühlmitteltypen.
5. Beleuchtung
Durch die kürzeren Tage fährst du häufiger im Dunkeln. Schalte alle Lichter ein und gehe einmal um das Auto herum: Abblendlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Blinker, Bremslichter, Rückfahrlicht und Kennzeichenbeleuchtung. Wenn eine Lampe defekt ist oder nur schwach leuchtet, findest du den passenden Ersatz unter Autolampen.
6. Motoröl
Bei Kälte braucht der Motor ein Öl, das beim Start schnell zirkuliert. Die erste Zahl vor dem „W“ (z. B. 5W-30) gibt an, wie gut das Öl bei Kälte fließt: Je niedriger die Zahl, desto besser.
Prüfe den Ölstand mit dem Ölmessstab. Wenn der nächste Ölwechsel bald fällig ist, solltest du ihn nicht bis nach dem Winter aufschieben. Halte dich immer an die Herstellervorgaben. Mehr dazu erfährst du unter Welches Öl du in dein Auto füllen solltest.
Schritt 2: Was du immer im Kofferraum haben solltest
Du brauchst nicht viel, nur das Richtige:
- Schneeketten oder Schneesocken: unverzichtbar, wenn du in Bergregionen unterwegs bist. Sieh dir an, welche du wählen solltest und wann sie vorgeschrieben sind. Probiere die Montage zu Hause aus – und nicht zum ersten Mal im Schnee!
- Starthilfe-Booster oder Starthilfekabel: Mit einem Booster kannst du den Motor starten, ohne ein zweites Auto zu benötigen. Erfahre, wie du das passende Modell auswählst.
- Eiskratzer: Damit du die Windschutzscheibe reinigen kannst, ohne sie zu zerkratzen.
- Taschenlampe, Handschuhe und eine Decke: Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen, wenn du nachts bei Kälte liegen bleibst.
- Abschleppseil: Falls das Auto stecken bleibt oder abgeschleppt werden muss.
#TippsvomSkroutzTeam: Kleine Gewohnheiten, die den Unterschied machen
- Gieß kein heißes Wasser auf die vereiste Windschutzscheibe. Der plötzliche Temperaturwechsel kann sie zum Reißen bringen.
- Halte den Tank mindestens halb voll. Wenn du im Stau oder im Schnee stecken bleibst, hast du genug Kraftstoff zum Heizen.
- Wenn du keine Garage hast, parke mit der Windschutzscheibe nach Osten. Die Morgensonne schmilzt das Eis, bevor du losfährst.
- Fahre nicht mit beschlagenen Scheiben los. Stelle die Heizung auf die Windschutzscheibe und schalte die Klimaanlage ein: Sie entzieht der Luft Feuchtigkeit und die Scheiben werden schneller frei.
- Lass den Motor nicht lange im Leerlauf warmlaufen. Moderne Autos werden schneller warm, wenn du nach wenigen Sekunden vorsichtig losfährst.
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